Anwälte für Schmerzensgeld in Bremen

Medizinische Fachbegriffe

Der medizinische Sprachschatz umfasst unzählige Fachtermini (Fachbegriffe). Das Fachchinesisch der Ärzte ist griechischer und lateinischer Herkunft, für den Laien also schwer zu verstehen. Auf dem Schritt zum mündigen Patienten sollte man sich mit seinen Rechten (Patientenrechten) vertraut machen, aber auch mit den Fachbegriffen, damit man versteht, worum es geht.

Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe

In meinem medizinischen Wörterbuch erkläre ich zahlreiche medizinische Fachbegriffe.

Dabei gebe ich auch arzthaftungsrechtliche Hinweise (etwa zu möglichen Komplikationen, Behandlungsfehlern oder Aufklärungsversäumnissen), sofern sich das anbietet, beispielsweise beim Apallischen Syndrom, der  Sectio oder der Spondylodese. Aus Sicht der Arzthaftung sind auch folgende Stichworte lesenswert: Abdomen, Anästhesie, Angiographie, Arthroskopie, Aspiration, Augmentation, columna vertrebalis, Coxarthrose, Diskushernie, Dystokie, Embolie, Encephalos, Glaukom, Kompartmentsyndrom, Laparoskopie, Lipossuktion, Prostata und  Zerebralparese.

Es handelt sich um ein Lexikon, das auch zum Weiterlesen anregen soll. Dank Internet ist es heutzutage kein Problem mehr, sich medizinisches Fachwissen anzueignen.

Die Wichtigkeit und die Bedeutung des Stichworts „Spondylodese“ soll hier beispielhaft dargestellt werden, das Stichwort soll hier sozusagen exemplarisch weitergelesen werden:

Die Spondylodese, die Wirbelkörperverblockung, ist aus arzthaftungsrechtlicher Sicht außerordentlich relevant. Seit Jahren steigt die Zahl von Rückenversteifungsoperationen an. Hier sind auch wirtschaftliche Gründe denkbar: Wird bei einer Operation Material verbaut, bringt das vier Mal so viel Geld wie eine Operation ohne Schrauben. Eine Wirbelversteifung kann deshalb bis zu 10.000,- Euro kosten.

Bei einer Spondylodese, auch Wirbelversteifung oder auch Wirbelfusion genannt, werden zwei oder mehr Wirbel mit Schrauben und Platten fest miteinander verbunden. Dieser unumkehrbare Eingriff bringt nur selten die erhoffte Schmerzfreiheit; es kommt durchaus vor, dass die Schmerzen noch unerträglicher sind, als vor der Operation. Vor allem bei chronischen Schmerzen sind die Erfolgsaussichten einer Versteifungsoperation sehr gering. Schmerz allein ist keine Indikation für eine Versteifungsoperation. Mehr Erfolg als eine Versteifung verspricht eine Schmerztherapie. Eine Wirbelversteifung ist eine risikoreiche, unumkehrbare Operation, die ausschließlich in Betracht kommt, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind – oder bei Unfällen. Versteifungsoperationen sind risikoreich: Verletzungen von Nerven, Schädigung des Rückenmarks, Querschnittslähmung; Lockerung, Verrutschen und der Bruch von Schrauben, Platten oder anderen implantierten Stabilisatoren, Einbrüche in benachbarte Wirbelkörper sind möglich. Darüber muss ein Patient aufgeklärt werden. Außerdem steht der zu erwartende Erfolg solcher Operationen nicht in einem angemessenen Verhältnis zu den Risiken. Experten gehen davon aus, dass die Quote bei 50 Prozent liegt.

Nach der Rechtsprechung dürfen beschränkte Erfolgsaussichten einer Operation nicht verschwiegen werden. Der Erfolg einer Spondylodese ist in erheblichem Maße ungewiss. Die Versteifung von Wirbelkörpern führt zudem zwangsläufig zur Mehrbelastung der anliegenden Wirbelkörper. Das wiederum beschleunigt deren Verschleiß und kann Folgeerkrankungen und Folgeoperationen nach sich ziehen.
Hier wird eine unumkehrbare Kette von Operationen und Folgeoperationen und Folgefolgeoperationen in Gang gesetzt, ganz unbedingt sollten sich Patienten hier eine Zweitmeinung einholen vor einer Spondylodese.


Das vollständige Wörterbuch können Sie hier als PDF (180 KB) herunterladen:
Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe

Meine beiden anderen arzthaftungsrechtlichen Lexika sind hier zu finden:
Mein Patientenlexikon, das über Patientenrechte aufklärt.
Mein Organlexikon, das die Arzthaftung anhand wichtiger Organe erklärt.


Bildliche Orientierung zu den Stichworten: Sagittalebene, Frontalebene und Transversalebene

Ebenen des menschlichen Körpers

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